
Erfahrungsbericht Ready Steady Go von Julian Läpple
Ende letzten Jahres wurde uns das Berufsplanspiel Ready Steady Go vorgestellt.Dabei führt man Bewerbungsgespräche mit echten Firmen, um den Ablauf und die Situation eines solchen Gesprächs praxisnah zu erleben und zu üben. Das klang von Anfang an sehr spannend und vielversprechend..Jeder durfte sich bis zu drei Berufe sowie eine weiterführende Schule aussuchen. Ich entschied mich für die Berufe Elektroniker, Wirtschaftsingenieur und Mechatroniker.
Als weiterführende Schule wählte ich die Grafenbergschule.Am 7. April 2025 erhielten wir eine Liste mit Unternehmen, an die wir unsere Bewerbungsunterlagen schicken sollten. Die Bewerbungsunterlagen bestanden aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf sowie Zeugnissen und Zertifikaten. Am 30.Mai 2025 bekamen wir dann unseren persönlichen Terminplan für den RSG-Tag zugeschickt.
Am 3. Juli fand schließlich der große Tag statt. Alle Schülerinnen und Schüler hatten sich schick gekleidet, schließlich standen echte Bewerbungsgespräche bevor. Jeder folgte einem eigenen Zeitplan, sodass die Gespräche individuell und nacheinander stattfanden.Für mich begann der Tag mit einem Bewerbungsgespräch für den Beruf des Elektronikers. Das Gespräch war sehr professionell und realitätsnah, eine tolle Erfahrung. Danach folgte eine Mittagspause, die Zeit zum Durchatmen bot. Am Nachmittag absolvierte ich zunächst einen Einstellungstest. Viele Unternehmen nutzen solche Tests im echten Auswahlverfahren, bevor sie Bewerber zu Gesprächen einladen. Es war hilfreich, das zu üben, vor allem um zu lernen, wie man sich die Zeit gut einteilt. Im Anschluss besuchte ich eine Präsentation der Grafenbergschule, in der es hauptsächlich um das Technische Gymnasium TG ging. Die Inhalte waren interessant und informativ.
Danach war ich beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Dort ging es um den Bundesfreiwilligendienst BFD und das Freiwillige Soziale Jahr FSJ.
Leider war die Präsentation eher trocken, obwohl das Thema viel Potenzial hat und für viele Jugendliche spannend ist. Anschließend war ich bei Frau Brucker von der Bundesagentur für Arbeit. In einer lockeren Runde tauschten wir uns über unsere bisherigen Eindrücke aus und spielten zum Abschluss das Spiel Berufetabu, um den Kopf etwas freizubekommen.
Es folgte ein weiteres Bewerbungsgespräch, dieses Mal bei der Firma Klingele. Auch dieses Gespräch war sehr lehrreich und freundlich. Allerdings bildet Klingele keine Mechatroniker aus, weshalb sie mir zu diesem Beruf nicht allzu viel sagen konnten. Ein echtes Highlight des Tages war das Coaching Seminar mit Herrn B Fuchs (siehe Bild). Er sprach mit uns darüber, wie man Entscheidungen für den weiteren Lebensweg trifft und wie man den Blick auf bestimmte Themen verändern kann. Herr Fuchs lebte das Seminar mit Begeisterung, was es besonders motivierend und authentisch machte.Es hat mir sehr gut gefallen.
Zum Abschluss hatte ich noch ein Bewerbungsgespräch bei der Firma Kärcher für den Beruf des Wirtschaftsingenieurs. Auch dieses Gespräch war sehr spannend, besonders weil man für diesen Beruf Abitur benötigt und ich dadurch die Gelegenheit hatte, ein Gespräch zu einem Beruf zu führen, den ich erst nach dem Abitur anstreben kann.
Am Ende des Tages war ich zwar ziemlich erschöpft, aber ich habe sehr viel gelernt und viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ich werde diesen Tag auf jeden Fall in guter Erinnerung behalten, besonders wenn ich in Zukunft echte Bewerbungsgespräche führe.